australientrip

  Startseite
  Archiv
  Bilder
  Der Grund
  Mein Motto
  Meine Zukunft
  Ich
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   TU
   Mira und Lina



https://myblog.de/australientrip

Gratis bloggen bei
myblog.de





24. APRIL 2006 – DIE ZEIT IM FLUG

Das so vertraut gewordene morgendliche Frühstück war heute von einem traurigen Beigeschmack. Diese Gewissheit, dass man diese Dinge, an die man sich so gewöhnt hatte, nun für lange Zeit nicht mehr haben wird, stimmte einen traurig. Das ganze Gepäck war gepackt, es wurde nur noch der Schlafanzug hineingepresst, das Batterieladegerät nun endgültig von der Steckdose befreit und auch noch die frisch gekauften Packungen Tim Tams verstaut. Da natürlich der Wunsch da ist alles Sauber zu hinterlassen, habe ich noch meine Bettwäsche gewechselt, das Zimmer abgestaubt, gekehrt und gewischt. Etliche Kontrollgänge durch das Haus konnten mich nicht beruhigen. Wir gingen noch einmal mit Hercy spazieren. Ein letztes Mal in Down Town Ormond herum schlendern, den Schulweg entlang den ich täglich gegangen bin. Um halb 11 beeilten wir uns dann endgültig. Alles ins Auto, ein letzter Kontrollgang, sich von Hercy verabschieden und Abmarsch. Wir waren zu viert, David würden wir am Flughafen treffen. Es war eine traurige Strecke, keiner sprach ein Wort. Maree fuhr James und Mich direkt vor den Eingang, dass ich mit dem schweren Gepäck nicht so weit gehen musste. Ich lud den Bag pack Rucksack aus und legte ihn auf den Boden. Obwohl ich schon gepackt hatte und auch ins Auto gebracht hatte, hatte ich ihn noch nicht auf dem Rücken gehabt. Als ich nun ihn an dem einen Trageriemen nahm um ihn auf den Rücken zu hieven machte es klack... und etwas riss an dem ersten Träger. Schockiert schaute ich was es war und stellte fest, dass dies die Sicherung von dem Träger war. Optimistisch nahm ich den anderen Träger und es machte klack... und genau dasselbe passierte. Verängstigt brachte ich ihn irgendwie auf den Rücken, mit einem extrem unwohlen Gefühl. Ich wusste das das Ganze gewicht nun einem kleinen Stück Stoff und auf dem Beckengurt ruhte. Die Aussicht dass ich mit diesem Rucksack in ganz Frankfurt und Augsburg rumlaufen musste stimmte mich bedenklich. Mit dem Gefühl, dass wenn ich umfalle wie eine Schildkröte auf dem Rücken liegen würde, gab ich mein Gepäck auf und kehrte zu den anderen zurück. Es war so traurig, aber als wir nun unser Gepäck verstaut hatten und unsere Tickets und alles parat hatten, hatten wir nun 2 Stunden freie Zeit. Diese verbrachten wir mit Lunch, alle Familien zusammen. Jeder genoss die letzten Momente mit seiner Familie und den engsten Freunden aus der Outback tour und von wo auch immer. Ein letzter Australischer Mokka und dann hieß es aufgeht es. Das Gate war ein Tor wie in Stargate: eine große metallene Tür, wer hindurch ging war weg und konnte nicht mehr zurück. Die Tränen flossen nur so, viele Mädels hatten rote, verheulte und traurige Gesichter. Natürlich freute man sich auf daheim, auf seine Familie, Freunde, Heimat, aber man wusste auch gleichzeitig dass man eine neue, andere Familie nun lange nicht mehr sehen würde. Jeder Mensch ist verschieden, bei den einen überwog die Trauer, bei den anderen die Freude, einige heulten, einige verkniffen es sich, aber jeder war in diesem Moment traurig. Denn jeder ließ eine Welt hinter sich zurück. Auch die Person die Probleme hatte mit seiner Gastfamilie war in diesem Moment traurig, denn diese 10 Wochen hatte jeden verändert und wenn es einen nur offener für fremdes Essen gemacht oder mehr Respekt vor der eigenen Mutter gebracht hat. Als es Zeit wurde ging ich als einer der Letzten durch dieses Tor, aus der einen, in die andere Welt. Ich ging gleichzeitig mit Kathi und Melli, zwei Mädels die der Abschied stark getroffen hatte. Zusammen gingen wir durch die Kontrollen, zeigten unsere Pässe und wurden auf Metall gecheckt. Schließlich kamen wir dann am Gate9 an, von wo unser Flug gehen sollte. Hier trafen wir die ganzen anderen wieder. Die Gruppe aus Hobart war bereits wieder zu uns gestoßen. Aber wir hatten keinen Begleiter, wir waren alleine unterwegs. Die Tränen versiegten in dieser Wartezeit und nach einiger Zeit freuten wir uns alle wieder zusammen zu sein und genossen die letzte Zeit. Pünktlich wie vorausgesehen durchquerten wir die letzte Passkontrolle und stiegen ins Flugzeug. Ich saß in der letzten Reihe vor dem Klo, wie man es sehen wollte entweder am Arsch der Welt oder sehr Zentral (-> nähe zum Klo)! Es war Nachmittag und wir flogen über ganz Australien, überquerten das Outback und das Northern Territory, bis wir nach einigen Stunden Australien endgültig verließen. Spät abends kamen wir in Singapore an. Dort war es erst 18.30 Uhr. Die ganze Zeitverschiebung verwirrt einen die ganze Zeit, deshalb konnten wir nie genau sagen wie lang wir flogen. Aber wir wussten dass wir nun Zeit geschenkt bekamen, deshalb sollte der Jetlag nicht so stark werden wie beim Hinflug. In Singapore hatten wir, als wir endlich im Flughafen waren eine Stunde Aufenthalt. Hier trafen wir auch zum ersten Mal die Adelaide Gruppe. Ab Singapore waren zum ersten Mal alle Teilnehmer des BJR-Australien-Austauschs zum ersten Mal zusammen. Es war natürlich interessant wie die ganze Reise bei den anderen abgelaufen war und was alles in der Stadt, 10 Stunden von uns entfernt, passierte. So verflog diese Zeit wie im Flug bis wir durch sämtliche Kontrollen wieder in das Flugzeug stiegen. Die 3 Gruppen waren im Flugzeug separat platziert. Von Hinten nach vorne kam erst die Melbourne Gruppe von A-Z, dann Hobart und zuletzt Adelaide. Natürlich wurden die Plätze untereinander getauscht, denn diese letzten Stunden wollte man normalerweise mit seinen besten Freunden genießen.
30.4.06 15:30


23. APRIL 2006 - PACKEN

DIeser Tag war ganz im Multikulturelen Zeichen. Wir starteten mit einem europaeischen Fruehstueck, das ich mir gewuenscht hatte. In dieser Familie sieht Fruehstueck so aus, dass jeder sich etwas macht, das auf den Tisch stellt und isst. An diesem morgen hatte ich Broetchen und Marmelade und Kaese organisiert. Alles war auf dem Tisch, Maree hatte mir sehr geholfen und ist mir auch weit entgegengekommen, denn sie ist viel gereist und hatte oft europaeisches Fruehstueck und genoss es auch. So hatte jeder wohl schon etwas zu viel nach dem Fruehstueck. Die folgenden Stunden waren fuer das Packen reserviert. Ich schaffte beinahe alles in meinen Rucksack und obwohl ich dieses Mal 30 kilogramm mitnehmen konnte, hatte ich am Ende nur 20 und um die 5 kg Handgepaeck. Ich hatte mit viel mehr gerechnet, dafuer ist mein Rucksack allerdings brechend voll und es passt nichts mehr hinein. Fuer alle die spaeter einmal so eine Reise machen, nehmt eine grosse Reise Tasche, keinen kleinen RUcksack! Allerdings habe ich alles hinein bekommen und bin deshalb ziemlich stolz auf mich. Um 1 Uhr waren wir auf ein Yam Cha nach Mt Weaverly eingeladen. Yam Cha ist ein Restaurant an dem meistens 15 Leute zusammen an einem grossen Runden Tisch sitzen, in der Mitte ist eine drehbare Platte. Alle zwei Minuten geht ein Kellner herum, mit einem Gericht in der Hand. Dann kann man waehlen ob man es haben moechte, oder nicht. Nimmt man es stellt er es auf den Tisch und hakt auf einem Zettel auf dem tisch ab. So bekommt man von vielen verschiedenen Chinesischen Gerichten ein kleines bisschen und wenn jeder zusamen legt kommt das auch gar nicht so teuer. Normalerweise bin ich nicht gerade der chinesisch fan, aber das war gut. Man konnte es anschauen und sagen, was einen anmachte und was nicht. So ass wohl jeder zu viel. Da wir ungefaehr 30 Leute waren, 4 Familien von dem Austauschprogramm und noch einige Freunde, war das ganze ein lustiges Erlebnis, das ich nie wieder vergessen werde. Wir brauchten dringend einen Spaziergang danach und ich hatte schon wochen zuvor gesagt, dass an diesem Abend ich an den Strand wollte. Die ganze Familie plus Hercy spazierte entlang und es war wirklich schoen und zuletzt auch traurig. Mein STrand zu dem ich immer gejoggt bin, das Meer das so nah war, werde ich fuer so lange Zeit nicht mehr sehen. Dies begriff ich leider erst als der Spaziergang schon fast vorbei war. Ein letzter Blick, ein letzter sprint und im Regen verabschiedete ich meinen Strand! Daheim angekommen machte ich mich daran erneut zu kochen. Nach dem wir mit einem deutsch-europaeischen Fruehstueck und einem chinesischen Mittagessen begonnen hatte, gab es an diesem Abend ein Oesterreichisches dinner: Pflaumenknoedel. Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte, das ich wirklich einmal weitergeben wollte! Es brauchte einige Zeit, da ich es noch nie alleine gemacht hatte, aber nach eineihalb stunden Arbeit standen fertige Knoedel auf dem Tisch und jeder genoss sie! Sie sind wirklich gut geworden und ich denke ich kann erneut stolz auf mich sein. Nun habe ich meine Bilder gebrannt, meine Musik sortier, alles fertig gepackt, ich muss nur noch die Klamotten hinein tun, die ich gerade trage und schreibe mein Tagebuch. Wenn ich aus dem Fenster schaue seh ich momentan 2 Possoms auf dem Zaun, sich saeubern. Possoms sind wunderschoene, australische Tiere, die zwar nicht wie Eichhoernchen aussehen, aber definitiv aehnlich sind. Sie leben in den Baeumen, springen herum und essen Nuesse. Allerdings sehen sie eher wie lange wiesel oder so etwas aus. Eigentlich sind sie gar nicht beschreibbar. Auf jeden Fall sind sie nachtaktiv und sind wunderschoen. Diese zwei sauebern sich sogar gegenseitig und schauen mir ab und zu sogar in die Augen. SIe haben keine Angst vor dem Licht aus dem Raum, und deshalb kann man sie sehr gut beobachten. Auch hier realisiere ich jetzt, ich werde fuer lange Zeit keines dieser Tiere mehr sehen. Natuerlich plane ich irgendwann nach Australien zurueck zu kommen, aber wann wird das sein? Wo wird mich die Zukunft hinfuehren?
23.4.06 15:31


22. APRIL 2006 - EMERGENCY SHOPPING

Dieser Tag war fuer alles moeglich reserviert. Ich brauchte noch immer einige Geschenke und musste deshalb noch einmal in die STadt, ein letztes mal. Ich stand um 8 Uhr auf und suchte alles zusammen. Es dauerte laenger als geplant, aber ich bekam alles und gluecklich ueber beide Ohren strahlend, kam ich 2 einhalb stunden spaeter heim. Da Ich noch einige Lieder von Jameses Computer haben wollte verbrachte ich die Zeit damit, waehrrend Maree sich fertig machte um mich noch einmal zu DFO zu fahren. Zu Beginn fuehlte ich mich echt schlecht, da ich Maree wieder um Zeit bat, aber da wir ein vergnueglichen Shopping nachmittag mit Sarah, Marees Freundin Rose, Maree und mir machten endete es ganz lustig und jeder genoss es. DFO ist ein gigantisches Shopping center und es ist wirklich hard nur zu einem bestimmten Shop zu gehen und dann wieder heim zu gehen. Es gelang mir nicht. Rose war auch so nett und zeigte mir ihr Haus. Sie hatte Ihr haus zusammen mit dme ARchitekt gestaltet und war ziemlich stolz auf was sie daraus gemacht hat. Ich genoss es, denn in Austrlien sehen die Haeuser so anders aus als in Europa und ich ergriff jede Chance eines von Innen zu bewundern. Der Parkett im Erdgeschoss hat mir besonders gut gefallen es war aus einem Australischen spottage Gum, oder so aehnlich und beinhaltete viele Schokobraun und rottoene, aber auch ein bisschen gruen. Es sah einfach natuerlich und doch sehr chique aus. Als wir dann schliesslich daheim waren, begann der depremierende Teil des Tages: alles aus den Schraenken raus und sortieren. Ein Haufen da ein Haufen da, alles aus dem Haus zusammen tragen und hoffen dass man nichts vergessen hatte. An diesem Abend waren alle meine Geschenke verpackt, mein ganzes Gepaeck in meinem Zimmer ausgebreitet und sortiert und alles war bereit zum packen. Jameses Freund Chris kam ein letztes Mal zum Dinner und ich machte wieder Spaetzle, dass ich auch sicher sein konnte, dass Maree sie das naechste Mal alleine machen kann. Es ging alles viel einfacher dieses mal und ich erklaerte Maree alles noch einmal haargenau und lies sie es selber probieren. So war dies ein gelungener Tag, den wir mit champagner und einer Rede von David beendeten. Es war sehr traurig und ich musste mich echt zusammen reisen, als David uns zuprostete, auf 10 wunderschoene Wochen. Ich begriff, dass diese 10 Wochen nun vorbei waren, 10 wunderschoene Wochen mit viel Erfahrungen, vielen Traeumen und wunderschoenen Landschaften.
23.4.06 15:12


21. APRIL 2006 - ABSCHIED

Ein stressiger Tag, denn jeder wollte mir goodbye sagen. Kein Wunder, denn die meisten werde ich vielleicht in meinem ganzen leben nie wieder sehen. Natuerlich kann ich versprechen, dass ich wiederkomme, was ich auch hochwahrscheinlich machen werde, aber werde ich die Schule sehen? Werde ich die anderen Schueler sehen? Wie lang werde ich ueberhaupt in Melbourne bleiben? Ich habe so viele Freunde hier gefunden:Nick, Rupert, Jacky, Jill, Kalani, Jonah und so viele ander, aber werde ich mit jedem in Kontakt bleiben koennen? Diese Zukunft steht jetzt noch in den Sternen, aber ich freue mich darauf es heraus zu finden. An diesem Tag bekam ich zumindest einige Tests zurueck und ich hatte auch einige Termiene. Ms Miller korriegierte meine Photografiearbeit der letzten Wochen und gab mir ein A. In der zweiten Stunde besuchte ich ein letztes mal meine 7. Klaessler und verbrachte mit ihnen eine Chinesisch stunde, was ziemlich lustig war. Wir spielten dieses zaehlspiel, bei dem man laut durchzaehlt und jede dritte Zahl ein seltsamer Laut ist, auf chinesisch. Das lustige war, dass ich zu den ueberlebenden zaehlte. Die ersten 10 Minuten nach der Pause waren Tudor Minuten, die eigentlich dafuer verwendet werden sollten um das Lied einzustudieren, dass das ganze Haus am naechsten Mittwoch, zu ehren des 125. Geburtstag singen muss, allerdings verbrachte meine Tudorklasse die Zeit damit Reden zu schwingen und sich zu bedanken und zu verabschieden. Es war wirklich ruehrend und ich war echt baff, dass sich da echt einer von ihnen freiwillig vor die Klasse gestellt hat und sich foermlich von mir verabschiedet hat. Danach ging des ganze nochmal nicht so foermlich. Bis ich dann jedem Lehrer die Hand geschuettelt und Bye bye gesagt hatte waren die 20 Minuten auch schon vorbei. In der 3. Periode war noch einmal Kunst, meine letzte Stunde mit Ms Miller, die mir so viel geholfen hatte und mir viele Dinge erleichtert hatte. ICh beendete mein Bild, an dem ich solange gearbeitet habe und auf das ich jetzt auch einigermassen stolz bin. Ich verabschiedete mich von Ms Miller und machte mich auf zu Geschichte. Mein Lehrer hatte schon eine kleine Party angekuendigt, da Mara und ich, beide in die selbe Geschichtsklasse gingen und in der letzten Stunde ein TEst war. Es war lustig - Mr French organisierte Kaffee und wir das Essen. Eine wirklich angenehme Stunde in der wie trotzdem noch Geschichte machen. In der Pause bekam ich mein Englisch Poesie-Analysisk-Portofolio zurueck das mit einem A benotet war. Darauf konnte ich wirklich stolz sein, denn ich hatte mir muehe gegeben und in Inhalt hatte ich alle Punkte. In der Pause bekam ich auch mein Zertifikat, dass ich an der Schule war und dass ich einige Klassen besucht hatte. Ich verabschiedete mich auch noch von dem Schuldirektor, der mich zwar schon fast wieder vergessen hatte, aber der trotzdem sehr geruehrt war, dass ich kam um mich zu verabschieden und mich zu bedanken. Zu letzt organisierte ich noch meine guten Freunde nach der Schule mit mir nohc etwas da zu bleiben und zu Gloria Jeans auf einen Kafee zu gehen. Es war wirklich lustig. Mathe war wie immer nichts und da am Schluss alle zu einem grossen Sportsevent in der Turnhalle aufbrachen, bekam keiner so wirklich mit, dass das meine letzte Stunde war. Es war aber nicht so schlimm, da die wichtigen Personen Gott sei dank dran dachten. Als ich meinen TAschenrechner dem Fachbetreuer fuer MAthe zurueck gab, redete ich auch mit ihm noch eine weile, bis ich feststellte, dass er einmal durch das Illertal gereist ist. Damit war die Schule beendet. Insgesamt verbrachte ich 25 bis 30 Tage an dieser SChule und machte viele Erfahrungen, Erfahrungen, die mir eindeutig sagten dass dieses Schulleben komplett anders ist, als das daheim. Viele fragte mich welches denn nun besser sei, nachdem ich jetzt beide kenne und ich konnte bloss antworten: sie sind nur verschieden. Man kann nicht sagen dass das eine besser ist. Wie in allem gibt es Vor- und Nachtteile. Alles in allem habe ich die Zeit, die anderen Faecher und die netten Lehrer sehr genossen. Es wird bestimmt eine Weile dauern bis ich wieder in meinen normalen Tagesablauf hinein komme. Am Abend dieses Tages gingen wir noch auf einen Bushdance, der fuer alle Familien, die am Programm teilnahmen organisiert wurde. Wir trafen uns um 7 in dem Star of the Sea College, gar nicht so weit von hier weg. Wir kamen leider zu spaet. Es war genial, denn es waren voll viele da, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Jeder hatte Essen dabei und so starte die grosse Fresserei. Als so gut wie alle da waren, startete die band und forderte uns zu den Taenzen auf. Traditionelle australische Taenze, vergleichbar mit unserer Polka. Manache Taenze waren wirklich bloed, aber auch bloede Taenze koennen einen unterhalten und so hatten wir alle einen recht amuesanten Abend. Ich bereute es wirklich, dass ich meinen Foto nicht mitnahm, denn am Schluss gab es sehr viele Gruppenfotos fuer die wir ja im Outback schon viel geuebt hatten. Danach ging alles auseinander, gluecklich strahlend und fix und fertig. Es war ein froehliches auseinander gehen, denn naechsten Montag sehen wir uns alle wieder, dieses mal auch alle anderen, die leider nic ht kommen konnten.
22.4.06 14:48


20. APRIL 2006 - DER TAG DER PRUEFUNG

Einigermassen gut Vorbereitet verliess ich an diesem Morgen das Haus. Ich nahm den selben Bus wie immer und genoss diesen Moment, als ich auch endlich mal eine Busfahrt zum lernen nutzen konnte. Ich hatte in der ersten Periode meinen Geschichtstest. An einem Montag hatte Mr French ein 15-seitiges Arbeitsbuch ausgegeben und gesagt Anfang naechster woche schreiben wir einen Test darueber. Ich lernte nicht viel in der Woche, aber am Sonntagabend lernte ich,dass ich gut vorbereitet fuer meinen Test am ANFANG der Woche bin. Als ich allerdings in die Stunde kam, erfuhr ich dass Mr French den Test auf Freitag verschoben hatte. Etwas genervt lernte ich uebr die woche, vorallem in den Geschichtsstunden das Heft, so dass ich am Freitag sehr gut vorbereitet war. In der Freitaggeschichtstunde entschloss sich der Lehrer allerdings dazu, dass er den TEst erst Montag die Woche darauf schreibt. Dies war die Woche die ich in Yarra Junction verbrachte. So hatte ich eine Woche Camp und 4 Tage Ostern und am Donnerstag dreieinhalb Wochen, nach dem wir das Arbeitsheft bekommen hatten schrieb ich den Test. Es waren 4 Seiten mit Fragen und Definitionen und es lief ganz ok. In Kunst entspannte ich etwas und malte mein Bild weiter. Es ist wirklich schwierig mit Schwarz und Weiss sehr gute Details heraus zu arbeiten. Nach der kurzen Pause war Fotografie! Meine beste Stunde bis dahin. Ich genoss jede Minute. Ms Miller war zwar nicht da, aber ich konnte wieder in den Dark Room (dunkelkammer) und versuchen ein Kontaktsheet und ein normales Bild zu drucken. Ich hatte in meiner letzten Stunde schon 3 Kontaktsheets gedruckt, die allerdings alle nicht fokussiert und nicht die richtige Farbe war. Man muss durch probieren heraus finden, welchen Filter man benutzen soll und wie lang man das Papier mit licht bescheinen soll. All diese Faktoren machen ein gutes Bild aus. An diesem Tag war ich zu Beginn alleine in der Dunkelkammer und machte alleine ein Kontaktsheet. Es war das beste das ich je gemacht hatte und es war so gut, dass ich keines mehr machen konnte. Daraufhin durfte ich ein Bild vergroessern und drucken. Stefanie, eine Schuelerin erklaerte mir wie ich ein Bild vergroessere und was ich machen muss, darauf hin druckte ich einen Teststreifen, um heraus zu finden ob der Filter und die Zeit stimmt und dann druckte ich mein Bild. Ich war sehr stolz auf mich, denn ich fand es sehr gut. Allerdings hoerten wir in der Dunkelkammer den Gong nicht und kamen, deshalb 10 Minuten zu spaet fuer die naechste Periode: Englisch. In Englisch hatte meine Klasse lange an Poesie gearbeitet und ich habe, wie alle anderen, selber Gedichte geschrieben, eine Analysis und der dritte Teil dieses Arbeitsblatts, war dass man ein Gedichtwaehlen sollte, es vortragen und begruenden was man mag. Man musste dieses gesamte Portofolio abgeben und es wurde benotet. Ich habe meines schon lange abgegeben, aber an diesem Tag war meine muendliche Pruefung und ich musste das Gedicht vortragen. Da ich zu den 5 letzten aus der Klasse gehoerte und die meisten bloss das Papier ablasen und auf den Boden starrten, hatte ich keine Probleme. Ich las mein Gedicht und meine Interpretation frei und bekam 20 von 20 Punkten - meine Note: A+! In diesem Moment war ich sehr stolz auf mich. Leider wurde diese Note nicht mehr in meinem Zeugnis erwaehnt, denn ich hatte wie alle anderen per post ein Zeugnis bekommen. Es ist ein kleines Heft voll mit Informationen, da es meine erstes und einziges Zeugnis ist, kann ich keine Vergleiche anstellen und auch nicht sagen ob es gut oder schlecht ist. Vielle Zeilen sind mit NY bezeichnet, was fuer not yet oder noch nicht gemacht steht. So ging dieser Tag erfolgreicht zu ende und mit einem Jogg durch die Gegend beendete ich den Tag, genauso mueder, oder vielleicht sogar mueder als am Abend zuvor.
21.4.06 01:40


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung